AUFBAU EINES INTEGRATIVEN UMFELDS

Das zweite Modul veranschaulicht die Bedürfnisse und Herausforderungen, mit denen Jugendliche bei der Teilnahme an sportlichen Aktivitäten konfrontiert sind, und zeigt, wie der Orientierungslauf diese erfolgreich bewältigen kann. Dieses Modul bietet Sporttrainer*innen und Mitarbeiter*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen eine innovative Mischung aus Ansätzen und Methoden, um ein inklusives Umfeld zu schaffen, das die Einbeziehung gefährdeter Jugendlicher in Orientierungslauf Aktivitäten gewährleistet. Abschließend wird eine Reihe von Tipps und Übungen vorgestellt, um die Einbeziehung der Teilnehmer*innen in die Aktivitäten zu gewährleisten.

Junge Menschen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind, Bedürfnisse und Herausforderungen

Die ORIENT-Anthologie (IO1) beleuchtet die Tatsache, dass die EU-Mitglieder es mit ständig politisch instabileren, komplexeren und fragileren Gesellschaften zu tun haben. Die Herausforderungen im Bereich der sozialen Inklusion wurden durch den jüngsten Ausbruch von COVID-19, der sich negativ auf diejenigen auswirkte, die bereits in prekären Verhältnissen lebten, noch gravierender und dringlicher als je zuvor, was dazu führte, dass immer weniger Menschen Zugang zu wirtschaftlichen und bildungsbezogenen Möglichkeiten haben und sich daher einem höheren Risiko von Armut und materieller Entbehrung ausgesetzt sahen. In der Bevölkerung sind es vor allem die Jugendlichen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind.

Was den Sport betrifft, so gehören die Länder des ORIENT-Konsortiums zu den Ländern mit den niedrigsten Quoten in Europa, was die Beteiligung junger Menschen an sportlichen Aktivitäten betrifft. Dies gilt insbesondere für junge Menschen aus benachteiligten Verhältnissen, die bei der Ausübung von Sport auf viele Schwierigkeiten stoßen. Wie aus den während der Forschungsphase durchgeführten Interviews hervorgeht, sind die größten Herausforderungen, mit denen junge Menschen bei der Ausübung von Sport konfrontiert sind, vor allem sozioökonomischer Natur:

Wirtschaftliche Hindernisse

Vielen jungen Menschen fehlen die finanziellen Mittel, um in sportliche Aktivitäten zu investieren.

Zeitmangel

Für Jugendliche ist es schwierig, Sport mit Arbeit, Studium oder elterlichen Pflichten zu vereinbaren.

Logistische Schwierigkeiten

Jugendliche, die in der Peripherie leben, haben weniger Zugang zu Sportangeboten und -einrichtungen.

Mangel an Informationen

Viele junge Menschen beklagten sich über den Mangel an Informationen zu bestehenden Angeboten

Mangel an integrativen und zugänglichen Programmen

Junge Migrant*innen berichteten über Einschränkungen und Schwierigkeiten bei der Teilnahme an sportlichen Aktivitäten aufgrund von Sprachbarrieren oder bürokratischen Hindernissen.

Die analysierten bewährten Verfahren belegen die Notwendigkeit, die soziale Inklusion junger Menschen im Sport und durch den Orientierungslauf zu verstärken, insbesondere durch:

  • Umsetzung des Orientierungslaufs in Schulungen und Veranstaltungen in Gruppen.
  • Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen und Gemeindeorganisationen wie Schulen.
  • Verknüpfung des Orientierungslaufs mit anderen pädagogischen Ansätzen durch Anpassung des Programms, umso das Engagement der Jugendlichen zu gewährleisten und soziale Barrieren zwischen jungen Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund abzubauen.
  • Anpassung der Aktivitäten an den lokalen Kontext, je nach Verfügbarkeit der Stadt/Landschaft und des Ziels.

Das ORIENT-Projekt wird sich bemühen, diese Herausforderungen zu lösen, indem es einen Raum des Austauschs und der Zusammenarbeit für viele junge Menschen schafft, die unterschiedlichen sozialen und kulturellen Realitäten angehören, und neue Netzwerke aufbaut, die sie widerstandsfähiger machen können. All diese Elemente werden dazu beitragen, die soziale Inklusion durch die Schaffung eines integrativen Umfelds zu fördern.

SELBSTEINSCHÄTZUNG
Was sind die Herausforderungen für die Integration junger Menschen in Ihrem Kontext?

 

 

Welchen Ansatz halten Sie für am besten geeignet, um solche jungen Menschen in sportliche Aktivitäten und speziell in den Orientierungslauf einzubinden?

 

 

Methoden zur Gestaltung eines inklusiven Umfelds

Ein inklusives Umfeld (Design Council, 2021) bezieht sich auf Orte, die für alle besser funktionieren – egal ob es sich um eine Schule, ein Büro, einen Park, eine Straße, ein Pflegeheim, eine Buslinie oder einen Bahnhof handelt. Ein inklusiver Ansatz für Planung, Design und Management bietet die Möglichkeit, Kreativität und agiles Denken einzusetzen, um Orte zu schaffen, die die Vielfalt der Menschen widerspiegeln.

Ein inklusives Umfeld ist:

  • einladend für alle.
  • geht auf die Bedürfnisse der Menschen ein.
  • Intuitiv zu nutzen.
  • Flexibel
  • Bietet eine Auswahl, wenn eine einzige Designlösung nicht alle Bedürfnisse der Nutzer*innen erfüllen kann.
  • Bequem, so dass sie ohne übermäßige Anstrengung oder besondere Aufteilung genutzt werden kann und dabei die Unabhängigkeit maximieren.

Entscheidend für den Erfolg eines integrativen Umfelds ist die Konsultation von Nutzergruppen, wobei Menschen, die eine Vielfalt von Altersgruppen, Fähigkeiten, Geschlecht und Gemeinschaft repräsentieren, in den Mittelpunkt des Gestaltungsprozesses gestellt werden.

Um geeignete Umgebungen zu schaffen, müssen eine klare Strategie und Ziele entwickelt werden, die sich an der Vision und dem Auftrag der Aktion orientieren. Wir können einen visionsorientierten Ansatz auf der Grundlage der SMART-Philosophie (Drucker, 1954) verwenden. Um sicherzustellen, dass die Ziele klar und erreichbar sind, sollte jedes Ziel:

  • Spezifisch (einfach, sinnvoll, bedeutsam).
  • Messbar (sinnvoll, motivierend).
  • Erreichbar (vereinbart, realisierbar).
  • Relevant (vernünftig, realistisch und ressourcenorientiert, ergebnisorientiert).
  • Zeitgebunden (zeitlich, zeitlich begrenzt, zeit-/kostenbegrenzt, zeitnah, zeitkritisch) sein.

Die Schaffung eines integrativen Umfelds für Lehr- und Lernprozesse erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der die gesamten spezifischen Bedürfnisse der Nutzer*innen versteht und berücksichtigt.  Es ist wichtig, ein integratives Umfeld mit Feedback und klarer Reflexion als Instrument für die Entwicklung eines angemessenen integrativen Lernprozesses zu schaffen. Learning by doing ist in vielen konkreten Fällen eine fließende Reflexion der Teilnehmer*innen, und die Nutzer*innen helfen bei der Umsetzung der Lernerfahrungen.

In diesem Sinne schuf Gibbs sein “strukturiertes Debriefing” zur Unterstützung des Erfahrungslernens. Sie wurde als kontinuierlicher Verbesserungszyklus für eine sich wiederholende Erfahrung konzipiert, kann aber auch zur Reflexion einer einmaligen Erfahrung verwendet werden. Einer der wichtigsten Punkte bei Gibbs ist die Anerkennung der Bedeutung von Gefühlen bei der Reflexion. Er trennt auch die Bewertung – was gut gelaufen ist und was nicht. Diese 6 zusätzlichen Phasen machen es zu einem nützlichen Modell für einige Praktiker-Kurse, aber manche empfinden sie als präskriptiv. 

In unserem Kontext ist eine gute Methode zur Schaffung eines inklusiven Umfelds das so genannte kollaborative Lernen (Center for Teaching Innovation, Cornell University, 2021), das sowohl auf Augenhöhe als auch in größeren Gruppen stattfinden kann. Peer-Learning oder Peer-Instruktion ist eine Form des kollaborativen Lernens, bei der die Schüler*innen paarweise oder in kleinen Gruppen zusammenarbeiten, um Konzepte zu diskutieren oder Lösungen für Probleme zu finden. Ähnlich wie bei der Idee, dass zwei oder drei Köpfe besser sind als einer, haben Bildungsforscher*innen herausgefunden, dass sich die Schüler*innen durch Peer-Unterricht gegenseitig unterrichten, indem sie Missverständnisse ansprechen und Missverständnisse klären.

Zu den Vorteilen des kollaborativen Lernens gehören:

  • Entwicklung von komplexerem Denken, mündlicher Kommunikation, Selbstmanagement und Führungsqualitäten.
  • Förderung der Interaktion zwischen Schüler*innen und Lehrkräften.
  • Steigerung der Mitarbeitsbereitschaft, des Selbstwertgefühls und des Verantwortungsbewusstseins der Schüler*innen.
  • Kennenlernen und besseres Verständnis der verschiedenen Perspektiven.
  • Vorbereitung auf soziale und berufliche Situationen im wirklichen Leben.
    Essential elements of cooperative learning (Yaduvanshi & Sunita Singh, 2015)

    Darüber hinaus hängt die Schaffung und Aufrechterhaltung eines guten integrativen Umfelds und die Umsetzung von kollaborativem Lernen von guten Kommunikationsfähigkeiten ab, die auf mehreren Grundprinzipien beruhen:

    • Denke, bevor du sprichst oder handelst.
    • Bleibe unvoreingenommen.
    • Diskutiere, anstatt zu streiten.
    • Kultiviere eine beruhigende Stimme.
    • Lasse keine Gelegenheit aus, zu loben oder ein freundliches Wort zu sagen.
    • Übertreffe
    • Respektiere die Gefühle der anderen.

    Schließlich ist der Respekt vor den Gefühlen anderer einer der Kommunikationsgrundsätze, der sich insbesondere auf die kulturübergreifende Kommunikation bezieht, d. h. auf die Kommunikation zwischen Menschen, die sich in einem der folgenden Bereiche unterscheiden (Arbeitsstil, Alter, Nationalität, ethnische Zugehörigkeit, Rasse, Geschlecht, sexuelle Orientierung usw.). Interkulturelle Kommunikation kann sich auch auf die Versuche beziehen, kulturelle Unterschiede durch Sprache, Gestik und Körpersprache auszutauschen, auszuhandeln und zu vermitteln. Es geht darum, wie Menschen, die verschiedenen Kulturen angehören, miteinander kommunizieren. In integrativen Umgebungen ist es sehr wichtig, über spezifische Fähigkeiten in der interkulturellen Kommunikation zu verfügen.

    Alles in allem sollten Trainer*innen Aktivitäten entwickeln, die den Bedürfnissen der Teilnehmer*innen entsprechen, und sie in die Planungsphase einbeziehen, um die Probleme zu adressieren, die bei der Arbeit mit von sozialer Ausgrenzung bedrohten jungen Menschen auftreten können. Der Orientierungslauf ist hierfür ein hervorragendes Instrument, da er einen partizipatorischen Ansatz und eine maximale Beteiligung aller Partner*innen erfordert, die in einem gemeinschaftlichen Umfeld Ideen austauschen und gemeinsam alle Puzzleteile zusammensetzen.

    SELBSTEINSCHÄTZUNG

    Auf welchen Prinzipien beruhen die Kommunikationsfähigkeiten?

     

     

     

    Wozu ist interkulturelle Kommunikation wichtig?

     

     

     

    Schaffung eines integrativen Umfelds und Förderung der Teambildung

    Nachfolgend findet sich eine Liste nicht-formaler Aktivitäten, die auf den oben genannten Methoden basiert, um das gegenseitige Verständnis zwischen jungen Menschen mit unterschiedlichem sozialem und kulturellem Hintergrund zu fördern, und die zur Schaffung eines integrativen Umfelds und zur Förderung der Teambildung eingesetzt werden können:

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    Schlangenschwanz fangen

    Zielsetzungen: Förderung der motorischen Fähigkeiten, der psychologischen und sozialen Entwicklung sowie der Konzentrationsfähigkeit.

    Verwendete Methoden: Kollaboration und Peer-Learning.

    Materialien/Raum: Eine Gruppe von Personen (mindestens 10) sollte an dieser Aktivität beteiligt sein. Empfohlen wird ein Platz im Freien, da die Aktivität einen offenen Bereich für die Bewegung benötigt, sie kann jedoch auch in einer Turnhalle oder einer ähnlich großen Umgebung durchgeführt werden.

    Dauer: Es gibt keine zeitlichen Einschränkungen für diese Aktivität, sie kann 1 bis 5 Minuten oder länger dauern.

    Anweisungen:

    • Die Teilnehmer*innen stellen sich hintereinander auf und halten sich gegenseitig an den Schultern fest. Der letzte Teilnehmer sollte einen Schal oder ein Stück Stoff in der Hand halten (er/sie ist der Schwanz).
    • Die Aktivität beginnt, wenn der/die erste Teilnehmer*in, der/die den Kopf der Schlange darstellt, beginnt, den Schwanz der Schlange zu fangen.
    • Alle Teilnehmer*innen zwischen dem Kopf und dem Schwanz folgen der Führung des Kopfes. 
    • Die Aktivität endet, wenn der Kopf den Schwanz einfängt.
    Orientierung mit verbundenen Augen

    Zielsetzungen: Vertrauen, nonverbale Kommunikationsfähigkeiten und aktives Zuhören entwickeln.

    Angewandte Methoden: Erfahrungslernen und positive Kommunikation. Learning by doing und Reflexion über die Erfahrung.

    Materialien/Raum: Augenbinden, Platz im Freien oder in einem Raum, wobei für eine bessere Erfahrung ein Platz im Freien empfohlen wird. Die empfohlene Gruppengröße für diese Aktivität ist 10 oder mehr Teilnehmer. Die Anzahl der Teilnehmer sollte gerade sein.

    Dauer: Es gibt keine explizite Dauer, aber um sich voll und ganz auf die Aktivität einzulassen und sie zu erleben, wird eine Dauer von bis zu 20 Minuten empfohlen.

    Anweisungen:

    • Um eine gute Erfahrung zu machen, sollten die Teilnehmer*innen vor Beginn der Herausforderung mit verbundenen Augen gefragt werden, ob es ihnen unangenehm ist, eine Augenbinde zu tragen. Alle sollten entspannt sein und anerkennen, dass der Schwerpunkt der Aktivität im Vertrauen, Hören, der Navigation in und dem Erleben der Umgebung auf eine andere Art und Weise liegt.
    • Wenn die Aktivität mit 10 Teilnehmer*innen durchgeführt wird, sollten 5 der Teilnehmer*innen die Augen verbunden bekommen. Sobald die Augenbinden angelegt sind, beginnt die Aktivität.
    • Die 5 Teilnehmer*innen, die keine Augenbinde haben, wählen jeweils eine Person mit verbundenen Augen aus.
    • Die Aktivität erfordert Stille – es findet keine verbale Kommunikation zwischen den Teilnehmer*innen mit und ohne Augenbinde statt.
    • Die Teilnehmer*innen ohne Augenbinde nehmen die Person mit den verbundenen Augen am Arm und beginnen, in verschiedene Richtungen zu gehen.
    • Wenn auf dem Weg eine Treppe liegt, hilft der/die Teilnehmer*in ohne Augenbinde dem/der Teilnehmer*in mit verbundenen Augen, indem er dessen Bein nimmt und dafür sorgt, dass der/die Teilnehmer*in mit verbundenen Augen die Treppe ertastet.
    • Die nicht verbundenen Augen sind bei dieser Aktivität die Augen der beiden Teilnehmer*innen. Die Person, deren Augen nicht verbunden sind, kann jederzeit anhalten und die Person mit den verbundenen Augen mehrmals sanft drehen, bevor er/sie weitergeht.
    • Gegen Ende der Übung macht es Spaß, alle Teilnehmer*innen mit verbundenen Augen in relativ geringem Abstand zueinander zu positionieren, ihre Arme und Beine auf kreative Weise zu platzieren (Hände auf dem Kopf, ein Bein vor dem anderen, beide Hände gerade vor dem Körper usw.) und sie allein zu lassen, während die Teilnehmer*innen ohne Augenbinde schweigend zusehen.

     

    Erzählen durch Zeigen

    Zielsetzungen: Lernen, den Gesprächsfluss zu regulieren, ohne Worte zu benutzen, Emotionen oder Gefühle als Reaktion auf eine bestimmte Situation zu vermitteln. 

    Verwendete Methoden: Interkulturelle Kommunikation.

    Materialien/Raum: Bis zu 20 Teilnehmer*innen in einem Innenraum.

    Dauer: Bis zu 2 Minuten

    Anweisungen:

    • Berührung, Blickkontakt und Mimik sind drei von vielen kulturübergreifenden Kommunikationsarten.
    • Für diese Aktivität sind sechs oder mehr Teilnehmer*innen erforderlich, aber je größer die Anzahl der Teilnehmer*innen ist, desto interessanter sind die Ergebnisse der Aktivität.
    • Die Teilnehmer*innen sollten sich in einer Reihe hintereinander aufstellen, mit einem Abstand von einem halben Meter zwischen ihnen.
    • De/die letzte Teilnehmer*in in der Reihe beginnt die Übung, indem er/sie dem/der Teilnehmer*in vor ihm/ihr auf die Schulter klopft, und dieser dreht sich zu der Person um, der/die sie berührt hat.
    • Der/die letzte Teilnehmer*in macht eine stumme Geste/Pantomime – z. B. ein Auto starten und fahren, schwimmen, an die Tür klopfen und die Katze hereinlassen, usw.
    • Die Mimik wird von einem/r Teilnehmer*in zum nächsten in der Reihe weitergegeben, bis der/die letzte Teilnehmer*in (der erste in der Reihe) erreicht ist.
    • Alle Teilnehmer*innen beobachten, was der/die erste Teilnehmer*in tut, und meistens stellt sich heraus, dass das, was der/die letzte Teilnehmer*in kommuniziert hat, etwas ganz anderes ist als das, was der/die erste Teilnehmer*in tut.
    Schaffung eines reflektierenden Umfelds

    Zielsetzungen: Reflexion und reflektierende Praktiken kennenlernen, soziale Reife erlangen, lernen, verschiedene Perspektiven einzunehmen und sich selbst zu verwirklichen.

    Verwendete Methoden: In das Lernen eingebettete Reflexion.

    Materialien/Raum: Es handelt sich um eine nicht-physische Aktivität in Innenräumen, die Kommunikation zwischen den Teilnehmer*innen erfordert. Für eine bessere Erfahrung sollten mindestens fünf Teilnehmer*innen beteiligt sein.

    Dauer: Bis zu 30 Minuten. 

    Anweisungen:

    Reflexion ist in jeder Umgebung wichtig. Wie wir über Dinge nachdenken, ist ein erlernter Prozess. Bei dieser Aktivität muss sich eine Gruppe von Teilnehmer*innen versammeln, während ein/e Teilnehmer*in ein Thema anspricht, das allen anderen bekannt ist (z. B. die Zunahme der Armut in Amerika). 

    • Jede/r Teilnehmer*in beginnt dann damit, seinen/ihren eigenen Standpunkt, Überzeugung und Argumente zu dem Thema darzulegen. Die anderen Teilnehmer*innen tun das Gleiche, eine/r nach dem/der anderen.
    • Diese Aktivität regt zum Nachdenken an, da die Teilnehmer*innen im Laufe der Diskussion Zeit haben, ihr Denken neu zu bewerten, verschiedene Standpunkte zu erkunden und zu erkennen, was sie gelernt haben.

     

    Baden im Wald

    Zielsetzungen: Steigerung des geistigen und körperlichen Wohlbefindens, Verbesserung des Glücksgefühls und Stärkung des Immunsystems.

    Angewandte Methoden: Stressabbau

    Materialien/Raum: Ein/e einzelne/r Teilnehmer*in (individuelle Aktivität) oder mehrere Teilnehmer*innen, Wald oder ein großer Stadtpark mit dichtem Baumbestand. 

    Dauer: Eine Stunde und mehr.

    Anleitung: Diese japanische Übung hat nachweislich eine positive Wirkung auf das Immunsystem und das geistige Wohlbefinden, das mit dem körperlichen Wohlbefinden einhergeht. Der Aufenthalt im Wald reduziert Stress, Angst, Depression und Ärger.

     

    • Die Aktivität erfordert einen ruhigen Spaziergang durch den Wald, bei dem das Potenzial aller vorhandenen Sinne genutzt wird.
    • Atmen Sie während des Spaziergangs tief durch und konzentrieren Sie sich auf die Bäume, die Sie umgeben, sowie auf die Gerüche und Geräusche. Das Eintauchen in die Natur wird bald ein Gefühl der Ruhe erzeugen.
    Mündliche Route

    Zielsetzungen:  Kartenlesen und -zeichnen üben

    Angewandte Methoden: Kooperatives Lernen

    Materialien/Raum:  Karten mit Kursen und leere Karten

    Dauer: Bis zu 20 Minuten

    Anweisungen:

    Ein/e Teilnehmer*in verfügt über eine Karte mit einer Route und muss sie den anderen Teilnehmer*innen beschreiben, z. B. in Bezug auf Merkmale, Orientierung, Entfernung usw., als ob er/sie ein Orientierungsläufer wäre, der/die einen Parcours bewältigen muss. Der Rest der Gruppe muss den Anweisungen folgen und sie auf ein Blatt zeichnen, wobei die Originalkarte nachgebildet wird.

     

    Mikromapping

    Zielsetzungen: Verständnis für die korrekte Verwendung eines Kartenmaßstabs

    Verwendete Methoden: Kollaboratives und kooperatives Lernen

    Materialien/Raum: Blätter, verschiedene Objekte, die platziert werden, Stifte und Bleistifte

    Dauer: Bis zu 30 Minuten

    Anweisungen: 

    • Bei dieser Aktivität legt der/die Trainer*in verschiedene Gegenstände auf den Boden und die Teilnehmer*innen müssen in Zweiergruppen eine Karte auf einem Blatt mit dem richtigen Maßstab zeichnen.
    • Sie müssen die Entfernungen schrittweise zählen und jedes Objekt muss durch das entsprechende Symbol auf der Karte dargestellt werden.

    Teamarbeit: Do’s und Dont’s als Moderator

    Die Leitung von Teams junger Menschen kann eine Herausforderung sein! Nachfolgend ein paar Do’s und Don’ts:

    DOs

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    This means using inclusive language. It is of high importance to have a serious level of awareness when communicating with the members of a team. It is a bad idea for example to welcome the participants of an event with the salutation “Hi guys”, if women are also participating. You do not have to be careful of every word you choose, though  (Six Degrees Executive, 2021). This means also including diverse members in leadership positions. A person of another ethnicity can work as a coach. This way, people of other ethnicities will feel represented, accepted and more comfortable to participate and succeed in such an event.
    Förderung von Inklusion

    Dies bedeutet, eine inklusive Sprache zu verwenden. Es ist von großer Bedeutung, sich bei der Kommunikation mit den Teammitgliedern dessen ernsthaft bewusst zu sein. Es ist zum Beispiel keine gute Idee, die Teilnehmer*innen einer Veranstaltung mit der Anrede “Hallo Jungs” zu begrüßen, wenn auch Frauen teilnehmen. Sie müssen jedoch nicht auf jedes Wort achten, das Sie wählen (Six Degrees Executive, 2021). Das bedeutet auch, dass verschiedene Mitglieder in Führungspositionen einbezogen werden. Eine Person mit einer anderen ethnischen Herkunft kann als Coach arbeiten. Auf diese Weise fühlen sich Menschen anderer Ethnien repräsentiert, akzeptiert und fühlen sich wohler, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen und Erfolg zu haben.

    Seien Sie fair

    Dies ist eine Selbstverständlichkeit für jede/n Sporttrainer*in und jede Person, die im Sportbereich arbeitet. Seien sie fair, egal wie die anderen Menschen sind. Sie dürfen Teilnehmer*innen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund weder härter noch nachsichtiger behandeln. Beide Verhaltensweisen können negative Folgen haben, wie z. B. das Entstehen von Gefühlen der Unzufriedenheit bei allen Teilnehmer*nnen und das Vorenthalten der Möglichkeit, sich durch konstruktives Feedback zu entwickeln. Alle Mitglieder sollten die gleichen Möglichkeiten haben, sich zu entwickeln, zu verbessern und Spaß zu haben!

    Zelebrieren Sie die Unterschiede

    Alle Arten von Unterschiede sollten herzlich willkommen geheißen werden. Die Menschen müssen nicht gleich sein. Jeder ist anders, und jeder hat dem Team etwas Neues zu geben. Sie sollten diese Unterschiede anerkennen und sie nicht nur akzeptieren, sondern auch würdigen, indem Sie die einzigartigen Talente, Fähigkeiten und Kenntnisse, die jeder Einzelne zu bieten hat, hervorheben.

    Schaffen Sie ein sicheres Umfeld

    Sie müssen ein sicheres Umfeld schaffen, in dem sich jede Person, unabhängig von ihrem Hintergrund, willkommen und sicher fühlt, sich zu äußern. Einige Teilnehmer*innen benötigen beispielsweise weitere Erklärungen, und Sie sollten in der Lage sein, ihnen diese Erklärungen zu geben, ohne dass sie sich unwohl fühlen (Mathews, 2020). Sie müssen auch dafür sorgen, dass es nicht zu Belästigungen oder Mobbing kommt, und die Augen nach Anzeichen für ein solches Verhalten offen halten. Wenn etwas derartiges vorkommt, müssen sofort Maßnahmen ergreifen werden.

    Kommunizieren Sie so, dass Sie von allen verstanden werden

    Wenn Sie eine Veranstaltung organisieren, an der Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund teilnehmen werden, sollten Sie bedenken, dass es sehr gut möglich ist, dass einige der Teilnehmer*innen Sie nicht verstehen. Um das zu erreichen, müssen Sie den unterschiedlichen Wissensstand der Mitglieder Ihres Teams berücksichtigen, aber auch die unterschiedlichen Arten, wie nichtsprachliche Elemente eines Gesprächs verwendet und interpretiert werden, z. B. das Warten darauf, dass der Vorgesetzte zuerst spricht.

    Achten Sie auf unbewusste kulturelle Vorurteile

    Auch wenn es nicht ganz einfach ist, ist es sehr wichtig, die eigenen kulturellen Vorurteile zu überprüfen, bevor man eine Veranstaltung koordiniert, zu der Teilnehmer*innen aus verschiedenen Kulturkreisen kommen. Sie können Ihre Familie und Freunde fragen, welche kulturellen Vorurteile sie bei Ihnen festgestellt haben. Wenn Sie kulturübergreifende Managemententscheidungen treffen müssen, sollten Sie zweimal darüber nachdenken, ob sich hinter Ihren Entscheidungen unbewusste kulturelle Vorurteile verbergen.

    Legen Sie Grundregeln fest

    Wenn ein Team von Vielfalt geprägt ist, kann es schwierig sein, eine gemeinsame Basis zu finden. Ein guter Anfang ist es daher, einige Normen und Regeln festzulegen und zu definieren, was akzeptabel ist und was nicht. Dadurch wird der Schwerpunkt von den Unterschieden, die sie trennen, auf die Normen verlagert, die sie vereinen (Future Learn, 2021).

    Über internationale Angelegenheiten informiert bleiben

    Auch wenn es nicht immer möglich ist, sollten Sie versuchen, sich über politische, soziale und kulturelle Themen zu informieren, die in den Ländern Ihrer Zielgruppe aktuell sind (Half, 2019).

    SELBSTEINSCHÄTZUNG
    Angenommen, ein Teammitglied beginnt, Witze zu machen, die Stereotypen über ethnische oder sexuelle Minderheiten enthalten. Würden Sie intervenieren? Wenn ja, was würden Sie tun?

     

     

    Wenn ein Teammitglied seine Meinung nur zögerlich äußert, was würden Sie tun, um diese Person zu ermutigen, weiter zu sprechen?

     

     

     

    DONT’s

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    This means using inclusive language. It is of high importance to have a serious level of awareness when communicating with the members of a team. It is a bad idea for example to welcome the participants of an event with the salutation “Hi guys”, if women are also participating. You do not have to be careful of every word you choose, though  (Six Degrees Executive, 2021). This means also including diverse members in leadership positions. A person of another ethnicity can work as a coach. This way, people of other ethnicities will feel represented, accepted and more comfortable to participate and succeed in such an event.
    Vermeiden Sie es, Unterschiede nicht wertzuschätzen

    Wenn Sie mit einem Team arbeiten, sollten Sie Vielfalt schätzen und Unterschiede als Vorteil und nicht als Schwierigkeit betrachten. Ja, Vielfalt kann schwierig zu handhaben sein, aber sie bringt auch viele verschiedene Perspektiven und Meinungen auf den Tisch. Die Individualität jedes einzelnen Mitglieds kann das Team fördern, wenn alle Menschen ihre Ideen und Meinungen einbringen können (EHS Today, 2004).

    Vermeiden Sie den Ausschluss von Personen

    Alle Mitglieder müssen sich einbezogen und als Teil des Teams fühlen. Sie sollten ihnen das Gefühl geben, dass sie sich wohl und akzeptiert fühlen und ihre Ansichten frei äußern können. Sie sollten ein offenes Ohr für unterschiedliche Ideen und Sichtweisen haben. Eine gute Idee ist es, die Personen einzeln aufzufordern, ihren Standpunkt und ihre Gefühle zu äußern (Mathews, 2020).

    Vermeiden Sie Stereotypen

    Das ist sehr schwer zu vermeiden. Alle Menschen haben verinnerlichte Ansichten und Vorstellungen von Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund. Vielleicht haben sie diese schon als Kinder gehört und sie im Erwachsenenalter nicht mehr hinterfragt. Oft ist man sich dieser Ansichten nicht einmal bewusst. Das heißt nicht, dass Sie rassistisch, sexistisch oder homophob sind. Man muss zweimal nachdenken, bevor man eine solche Meinung äußert, denn das ist nicht nur ein Vorurteil, sondern ignoriert auch die Einzigartigkeit eines jeden Menschen.

    Vermeiden Sie es, schlechte Verhaltensweisen zu akzeptieren

    Ein sehr wichtiger Ratschlag für die Arbeit in einem Team lautet: Verhalte dich so, wie du es von anderen sehen möchtest. Wenn Sie zum Beispiel die Meinung anderer respektieren, werden sie Ihnen eher zuhören. Wenn du deinem Team vertraust, wird es dir auch vertrauen und versuchen, sich dessen würdig zu erweisen. Sie müssen aber auch zeigen, dass Sie kein Verhalten dulden, das nicht Ihren Standards entspricht. Wenn sich jemand unangemessen verhält, sollten Sie sofort und mit Entschlossenheit reagieren und zeigen, dass ein solches Verhalten von Ihnen nicht akzeptiert wird.

    Vermeiden Sie Versäumnisse beim Coaching

    Wenn Sie ein Team leiten, müssen Sie in der Lage sein, effektiv zu coachen. Um dies zu erreichen, müssen Sie klar machen, was Sie von Ihrem Team erwarten. Manchmal wird es notwendig sein, sie auf individueller Ebene zu coachen, um sicherzustellen, dass alle Mitglieder ein hohes Leistungsniveau erreichen. Eine gute Idee ist es, sie dazu zu bringen, sich gegenseitig zu helfen und zu coachen, um ein Klima der gegenseitigen Unterstützung zu schaffen.  Es gilt auch, die Konflikte zu lösen, die in einem heterogenen Team zwangsläufig auftreten werden. Diese Konflikte entstehen in der Regel aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse, Werte und Gewohnheiten der Teammitglieder (Porteus, 2021).  Eine sehr häufige Ursache für Konflikte ist auch die Fehlkommunikation (Culture Amp, 2021).

    Vermeiden Sie sprachbedingte Kommunikationsprobleme

    Jede Sprache ist anders, und jede Person verfügt über ein unterschiedliches Niveau an Sprachkenntnissen in Ihrem Land. Sie sollten flexibel sein und die folgenden Punkte beachten:

    • Vermeiden Sie Jargon.
    • Minimieren Sie die nonverbale Kommunikation.
    • Vermeiden Sie die Verwendung von Idiomen oder Slangwörtern.
    • Schaffen Sie eine gemeinsame Basis, auf der es akzeptabel ist, jemanden zu bitten, etwas zu wiederholen.
    • Denken Sie daran, dass in verschiedenen Kulturen und Sprachen unterschiedliche Regeln und Umgangsformen für die geschäftliche Kommunikation gelten, z. B. offene Fragen oder Erklärungen, das Warten auf den Vorgesetzten oder die Tendenz, sich kurz und direkt auszudrücken.
    SELBSTAUSKUNFT
    Angenommen, Sie organisieren eine Sportveranstaltung und eine Frau, die oft zu Ihren Veranstaltungen kommt und sehr höflich und fröhlich ist, ist launisch und mürrisch. Was denken Sie? Wie interpretieren Sie diese Veränderung? Wie würden andere Menschen, die Sie kennen, dieses Verhalten interpretieren?

     

     

     

    Angenommen, Sie haben ein Team, das Sie trainieren, und zwei Mitglieder fangen an zu streiten, aber Sie können nicht verstehen, warum. Wie reagieren Sie dann?

     

     

     

    Nachbesprechung: Gedankenaustausch nach den Aktivitäten

    Der Wert einer Teambuilding-Übung offenbart sich in der anschließenden Diskussion. Während der Nachbesprechung tauschen die Teilnehmer*innen ihre Meinungen aus, diskutieren Ideen, erstellen Aktionspläne und beginnen den Prozess des persönlichen Wachstums. Obwohl die Nachbesprechung eine gängige Teambuilding-Methode ist, ist sie eine großartige Möglichkeit, wertvolle Lektionen über Sportsgeist, Teilen, Mitgefühl und viele andere lehrreiche Momente zu vermitteln (Ultimate camp resource, 2021).

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    Rosen und Dornen

    Ziele

    Förderung einer offenen Diskussion nach der Sitzung.

    Material / Ort

    Offener und sicherer Raum für die Teilnehmer*innen an der Aktivität (Seminarraum, Trainingsgelände, Sporthalle usw.)

    Dauer

    20-30 Minuten

    Anweisungen

    Sagen Sie den Teilnehmer*innen, dass sie sich Rosen und Dornen für den Tag oder die Aktivität, die sie gerade abgeschlossen haben, ausdenken sollen. Ein Dorn ist ein Teil des Tages oder der Aktivität, der ihnen nicht gefallen hat, etwas, das sie missbilligt haben, oder eine Erfahrung, die sie nicht besonders mochten. Eine Rose ist eine positive Erfahrung, z. B. etwas, das ihnen an dem Tag gefallen hat, eine besondere Teamarbeit, die sie beobachtet haben, ein Kompliment für jemand anderen oder andere positive Kommentare. Es ist eine gute Idee, die Nachbesprechung mit den Dornen zu beginnen und mit den Rosen zu beenden, damit jeder Teilnehmer einen positiven Schlusspunkt setzen kann.

    Varianten (falls gewünscht)

    Sie können auch die beiden Kategorien wechseln. Hier sind einige Beispiele:

    • Zitronen und Äpfel;
    • Stacheln und Blumen;
    • Holzkohle und Diamanten.
    Provozierende Karten

    Ziele

    Förderung einer offenen Diskussion nach der Sitzung – eine Reihe von Karten, die zum Nachdenken anregen und das Engagement der Teilnehmer*innen fördern sollen

    Material / Ort

    Offener und sicherer Raum für die Teilnehmer*innen der Aktivität (Seminarraum, Trainingsgelände, Sporthalle usw.)

    Dauer

    20-30 Minuten

    Anweisungen

    Legen Sie einen Satz Pixie’s Cards mit der Bildseite nach oben auf einen Tisch.

    Bitten Sie Ihre Gruppe, alle Bilder zu betrachten.

    Stellen Sie der Gruppe eine Frage/Aussage, über die sie nachdenken soll:

    • Wie fühlt ihr euch?
    • Was ist ein Wert, der euer Leben bestimmt?
    • Gefällt euch die Sitzung?

    Bitten Sie jeweils eine Person, ein Bild auszuwählen und die Geschichte zu erzählen, wie es ihre Antwort auf Ihre Frage/Aussage darstellt.

    Fahren Sie mit dem Austausch fort.

    Varianten (falls gewünscht)

    Sie können auch verschiedene Arten von illustrierten Karten verwenden:

    • Sleeping Queens Brettspiel;
    • Tarot-Karten;
    • Passende Karten.

     

    Emoji Karten

    Ziele

    Verwendung von Emoji-Karten, um eine offene Diskussion nach der Sitzung zu fördern. Einer der größten Vorteile dieser Karten ist – wenn sie in einem Gespräch verwendet werden – , dass der Fokus auf den Karten liegt und nicht unbedingt auf den Personen. Für manche Menschen macht das den Austausch sehr viel angenehmer.

    Material / Ort

    Offener und sicherer Raum für die Teilnehmer*innen der Aktivität (Seminarraum, Trainingsplatz, Sporthalle usw.)

    Dauer

    20-30 Minuten

    Anweisungen

    Legen Sie alle Karten wahllos auf einen Tisch oder den Boden.

    Versammeln Sie Ihre Gruppe um die Karten und geben Sie ihnen einige Augenblicke Zeit, sich mit ihnen vertraut zu machen.

    Bitten Sie jede Person in Zweiergruppen, eine oder zwei Karten auszuwählen, die ein Gefühl widerspiegeln, das sie während der Aktivität erlebt hat.

    Ermutigen Sie die Teilnehmer*innen, zu erzählen, warum sie die Karte ausgewählt haben und warum sie für sie so bedeutsam war.

    Geben Sie den Teilnehmer*innen zwei Minuten Zeit für den Austausch.

    Wenn es die Zeit erlaubt, versammeln Sie die Gruppe erneut und bitten Sie die Freiwilligen, alles zu erzählen, was sie gelernt haben und was ihrer Meinung nach wichtig war.

    Varianten (falls gewünscht)

    Vorsicht – bei diesen Karten geht es eindeutig um Emotionen und Gefühle, daher kann dieses Thema Menschen sehr verletzlich machen. Überlegen Sie sich daher, in welcher Reihenfolge Sie die Karten auslegen und welche Umgebung Sie geschaffen haben, um einen sicheren Ort für den Austausch zu schaffen. Im Zweifelsfall sollten Sie immer zum Austausch in Paaren oder Gruppen von drei oder vier Personen einladen.

    Greif das Gefühl

     

    Ziele

    Förderung der offenen Diskussion nach der Sitzung mittels einer lustigen und offenen Aktivität.

    Material / Ort

    Offener und sicherer Raum für die Teilnehmer*innen an der Aktivität (Seminarraum, Trainingsplatz, Sporthalle usw.)

    Dauer

    20-30 Minuten

    Instruktionen

    Lassen Sie die Teilnehmer*innen in einem Kreis sitzen und sagen Sie ihnen, dass sie etwas ausziehen sollen, das ihnen gehört (Kleidung, Schuhe, Ausrüstung, usw.). Lassen Sie sie ihre Sachen auf einen Haufen in der Mitte werfen.

    Sagen Sie ihnen bei drei, dass sie in die Mitte gehen und etwas nehmen sollen, das ihnen nicht gehört.

    Jede/r Teilnehmer*in hat nun etwas von jemand anderem in der Gruppe. Gehen Sie nun im Kreis herum und jede/r Teilnehmer*in muss etwas Nettes über den Besitzer des ergriffenen Gegenstandes sagen.

    Oder verwenden Sie eine andere Aufforderung, wie zum Beispiel:

    • Wie hat diese Person die Gruppe unterstützt?
    • Wie hat diese Person Führungsqualitäten bewiesen?

    Varianten (falls  gewünscht)

    Sie können die Frage an die Art/Größe der Gruppe anpassen.

     

    Daumen hoch, runter, Mitte

    Ziele

    Ermutigung zur Teilnahme an der Nachbesprechung der Sitzung – ermöglicht es den Teilnehmer*innen, zu sehen, wie sehr die Meinungen über eine bestimmte Erfahrung in der Gruppe variieren, und bietet dem/der Moderator*in die Möglichkeit, die Gruppendiskussion auf ein bestimmtes Thema zu konzentrieren.

    Material / Ort

    Offener und sicherer Raum für die Teilnehmer*innen an der Aktivität (Seminarraum, Trainingsplatz, Sporthalle usw.)

    Dauer

    20-30 Minuten

    Instruktionen

    Die Gruppe soll sich in einem Kreis aufstellen und einander gegenüberstehen.

    Weisen Sie sie an, eine Hand hinter den Rücken zu legen.

    Bei drei sollen die Teilnehmer*innen mit ihrer Hand entweder ein “Daumen hoch”, “Daumen runter” oder “Daumen in der Mitte” zeigen.

    Nehmen wir zum Beispiel “Wie die Gruppe als Ganzes zusammengearbeitet hat”:

    Daumen hoch bedeutet, dass die Gruppe perfekt funktioniert hat: Sie hat sich Zeit für die Planung genommen, sich die Ideen aller angehört, niemand hat gestritten, alle haben sich positiv beteiligt usw.

    Daumen nach unten bedeutet, dass die Gruppe überhaupt nicht gut als Team funktioniert hat: Es gab viele Streitereien, keine Planung, unangemessene Kommunikation usw.

    Daumen in der Mitte bedeutet, dass die Gruppe gut gearbeitet hat, aber es gibt noch Raum für Verbesserungen.

    Nachdem Sie die “Daumen”-Skala erklärt haben, zählen Sie bis drei und bitten Sie alle, ihre Daumen vor den Körper zu halten.

    Bitten Sie die Gruppe, im Kreis herumzugehen und ein konkretes Beispiel dafür zu nennen, warum sie sich so entschieden haben, wie sie es getan haben.

    Varianten (falls gewünscht)

    Sie können die Frage an die Art/Größe der Gruppe anpassen.

    Modules

    1

    ORIENTIERUNGSLAUF, DIE GRUNDLAGEN UND DIE MÖGLICHKEITEN

    2

    AUFBAU EINES INTEGRATIVEN UMFELDS

    3

    KARTIERUNG FÜR DIE INTEGRATION, VOM ORT ZUR AKTION

    Modul 1

    Modul 2

    Modul 3